Peter Weiß: Die Bürger möchten bessere Pflege und Gesundheit

„In den Bereichen Pflege und Gesundheit sind neue Antworten nötig, die die Bürger über-zeugen. Besonders gefordert sind hier die Sozialausschüsse der CDU“, so der erneut im Amt bestätigte Vorsitzende des südbadischen CDU Sozialflügels, der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß.
Als CDU habe man sich zu diesen Themen bei der letzten Bundestagswahl etwas dürftig auf-gestellt. Da das Thema Pflege der CDA Südbaden besonders am Herzen liegt, fand die Wahl des neuen Bezirksvorstands in der St. Georg Vorsorge- und Rehabilitationsklinik in Höchen-schwand statt.
Geschäftsführer Frank Porten kann die langbekannten Probleme bestätigen: Mangel an ge-lernten Fachkräften, die Abwerbung vieler Mitarbeiter durch die Schweiz mit attraktiveren Arbeitsbedingungen und die damit verbundene Schwierigkeit, die eigentlich so notwendige personelle Kontinuität aufrechtzuerhalten.
Das Grundproblem aber seien, so Andreas Finke, der Leiter der Arbeitsagentur Lörrach, feh-lende Vollzeit Fachkräfte. 56% betrage die Teilzeitquote, bedingt größtenteils durch den hohen Frauenanteil. Einen Mangel an Bewerbern für den Pflegehelfer gebe es nicht, hingegen einen eklatanten an Bewerbern mit der Qualifikation der ausgebildeten Fachkraft.
Wie ist hier Abhilfe zu schaffen? Schließlich dauert es im Schnitt bis zu 216 Tagen, bis eine offene Stelle wieder besetzt ist. Zu lange, da in dieser Zeit die Arbeit ja nicht ruht.
Könnten Pflegekräfte nicht aus der EU importiert werden? Zwischen 2015 und 2017 kamen 186 Pflegekräfte. Und aus Staaten außerhalb der EU? Auch hier musste Andreas Finke die Erwartungen dämpfen. In den letzten fünf Jahren kamen gerade mal 1335 Pflegekräfte. Ein Grund hierfür sei die 6-8 monatige Prüfzeit für die Anerkennung der Qualifikation. Diese Anerkennungsverfahren müssten zügiger durchgeführt werden.
Peter Weiß erklärte: „Ein großes Problem stellt auch das langatmige Verfahren unserer Botschaften bzw. Konsulate dar. Es dauert oft Wochen, bis ein Termin für die Erstellung des Visums vereinbart ist. Hier muss schnell eine Änderung erfolgen.“
Was für weitere Ansatzpunkte zur Lösung des Problems gibt es?
Da ist zum einen die 2020 vorgesehene einheitliche Ausbildung zur Kranken-und Altenpflege. Zum anderen gibt es viel Unterstützung für Helfer, die sich weiterqualifizieren möchten: über das Programm „Wegebau“ bei der Bundesagentur für Arbeit und die damit verbundene Finanzierung, die berufsbegleitende Qualifizierung über 18 Monate. Jede 4. Fachkraft, so Andreas Finke, wird bereits auf Kosten der Bundesagentur für Arbeit, qualifiziert. Weitere Maßnahmen sind gefordert, insbesondere der Ausbau der Kinderbetreuung, denn für viele Mütter stellt sich aufgrund der fehlenden Kinderbetreuung zur Teilzeitarbeit gar keine Alternative.
Der neugewählte Bezirksvorstand der CDU Sozialausschüsse wird sich in den nächsten zwei Jahren besonders den Themen Pflege, Gesundheit und Rente widmen:
Bei den Wahlen wurde Bundestagsabgeordneter Peter Weiß (Emmendingen-Lahr), der auch Vorsitzender der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist, im Amt des Bezirksvorsitzenden der CDU-Sozialausschüsse Südbaden bestätigt. Seine Stellver-treter sind erneut Hansjörg Klumpp, Gabriele Schmidt und Gottfried Schmidt.

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