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Bundestagsgebäude nach Matthias Erzberger benannt

Freitag, 24. März 2017

Peter Weiß: Ein Christlich-Sozialer der ersten Stunde wird geehrt.

Zu der Benennung des Bundestagsgebäudes „Unter den Linden 71“ nach dem Politiker Matthias Erzberger erklärt der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und Vorsitzende der südbadischen CDU-Sozialausschüsse, Peter Weiß:

"Endlich wird einer der mutigsten und bedeutendsten Politiker der jungen deutschen Geschichte die entsprechende Ehrung zuteil. Am 23. Mai 2017, dem Tag des Grundgesetzes, wird in Berlin das Bundestagsgebäude Unter den Linden 71 nach Matthias Erzberger benannt. Leider war meine mehrfache Anregung, eine Straße in Berlin nach diesem bedeutenden Politiker zu benennen, bisher vom Berliner Senat nicht aufgenommen worden. Der 1875 in Buttenhausen (Württemberg) geborene Erzberger engagierte sich früh in den katholischen Arbeitervereinen und war 1899 an der Gründung Christlicher Gewerkschaften beteiligt. 1903 wurde Erzberger als damals jüngster Abgeordneter in den Reichstag gewählt. 1918 wurde er in der Regierung von Reichskanzler Prinz Max von Baden Staatssekretär. In diesen Funktionen muss er am 11. November 1918 das Waffenstillstandsabkommen zu Ende des Ersten Weltkrieges unterzeichnen. Im Januar 1919 wurde er in die Nationalversammlung der Weimarer Republik gewählt und am 21. Juni desselben Jahres zum Reichsfinanzminister ernannt. Mit diesem Namen verbindet sich die grundlegendste Steuerreform in Deutschland, deren Grundzüge bis heute gelten. Erzberger wurde zunehmend von rechter Hetzpropaganda verfolgt und am 26. August 1821 von zwei Angehörigen der rechten Organisation Consul in Bad Griesbach im Schwarzwald ermordet. Er wurde so zum ersten Märtyrer der noch jungen deutschen Demokratie."